Fachgebundene Psychotherapie

Neubeginn Kursreihe, Anmeldung ab sofort möglich. Die dreijährige Weiterbildung „fachgebundene Psychotherapie“ nach den Richtlinien der Ärztekammer Nordrhein ist für Ärzte aller Fachrichtungen konzipiert, die ihr Behandlungsangebot um Psychotherapie bereichern wollen. Voraussetzung für den Erwerb der Bezeichnung ist die Facharztanerkennung, die Ausbildung selbst kann aber innerhalb der Weiterbildung zum Facharzt erfolgen.

Der Schwerpunkt unserer tiefenpsychologisch fundierten  Weiterbildung wird ergänzt durch die Vermittlung familientherapeutischer, traumatherapeutischer und kurzeittherapeutischer Verfahren. Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation und Hypnose werden in praktischen Übungen vermittelt. Die Weiterbildung in der Theorie findet in Form von ganztägigen Seminaren statt. Die Vertiefung des Stoffes in Kleingruppen bildet die Grundlage der Ausbildung. Patientenvorstellungen im Rahmen kasuistischer Seminare machen die psychischen Erkrankungen und deren Behandlung nachhaltig erfahrbar.

Die Kursteilnahme an der Zusatz-Weiterbildung ist für das Fortbildungszertifikat der Ärztekammer Nordrhein anerkannt. Nach etwa einem Jahr erwerben Sie das Zeugnis „Psychosomatische Grundversorgung“.

Fortbildungsinfos kompakt

Termine und Gebühren: Die Zeit- und Ausbildungsstruktur richten sich nach den Vorgaben der Weiterbildungsordnung. Ausfall -und Fehlzeiten können kompensiert werden. Ferienzeiten in NRW sind ausgespart. Beim Aufnahmegespräch mit den Kursleitern erhalten Sieausführliche Infos über die Zeitstruktur, Ausbildungsinhalte sowie die Gebühren gegeben.

Tagungsorte: Duisburg, Düsseldorf, Köln, Krefeld

Wissenschaftliche Leitung: Dr. med. Pelzer, Thomas Keller, Dr. med. Greven

Auskunft und Anmeldung: Nordrheinische Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung, Fabienne Bartusch, Telefon 0211 4302 2841, E-Mail fabienne.bartusch@aekno.de

Veranstaltungen der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft

Arzneimittel mit Suchtpotenzial – wo beginnen Missbrauch und Abhängigkeit?

Am 16.10.2019 veranstaltet die Nordrheinische Akademie in Düsseldorf gemeinsam mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) eine Fortbildung.

Folgende Themen sind geplant:

  • Arzneimittel mit Suchtpotenzial ‒ wo beginnen Missbrauch und Abhängigkeit?
  • Fallbeispiele zu Nebenwirkungen und Medikationsfehlern aus dem Spontanmeldesystem
  • Besondere Risiken medikamentöser Therapie bei alten Menschen

Termin: Mittwoch, den 16. Oktober 2019
15.00–18.00 Uhr
Tagungsort: Ärztekammer Nordrhein
Großer Vortragssaal im Hause der Ärzteschaft
Tersteegenstraße 9, 40474 Düsseldorf
Teilnahmegebühr: Kostenlos
Als Fortbildungsveranstaltung mit 3 Punkten anerkannt

Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. med. W.-D. Ludwig
Dr. med. K. Bräutigam
Auskunft: Karoline Luzar
Arzneimittelkommission
der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ)
Herbert-Lewin-Platz 1, 10623 Berlin
Tel.: 030 400456-518, Fax: 030 400456-555
fortbildung@akdae.de

Programmflyer
Anmeldefax

Wissenschaftliches Programm
Moderation: B. Mühlbauer
15.00–15.15 Uhr Begrüßung
15.15–16.00 Uhr Arzneimittel mit Suchtpotenzial –
wo beginnen Missbrauch und Abhängigkeit

T. Bschor
16.00–16.45 Uhr Fallbeispiele zu Nebenwirkungen und
Medikationsfehlern aus dem Spontanmeldesystem

S. Dicheva-Radev
16.45–17.15 Uhr Pause
17.15–18.00 Uhr Besondere Risiken medikamentöser
Therapie bei alten Menschen

B. Mühlbauer

Verzeichnis der Referenten
Prof. Dr. med Tom Bschor
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Berlin
Mitglied der AkdÄ
Dr. P.H. Stanislava Dicheva-Radev
Referentin, Berlin
AkdÄ-Geschäftsstelle
Prof. Dr. med Bernd Mühlbauer
Facharzt für Pharmakologie und Toxikologie, Bremen
Vorstandsmitglied der AkdÄ

Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ)
ist ein wissenschaftlicher Fachausschuss der Bundesärztekammer
(BÄK).
40 ordentliche und ca. 140 außerordentliche ehrenamtlich
arbeitende Mitglieder aus allen Bereichen der Medizin bilden die
Kommission. Mitglieder aus Pharmazie, Pharmakoökonomie,
Biometrie und Medizinrecht ergänzen die medizinische Expertise.
Aus den Reihen der ordentlichen Mitglieder wird ein fünfköpfiger
Vorstand gewählt.
Die Geschäftsstelle mit derzeit 18 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern setzt die Beschlüsse des Vorstandes um und
koordiniert die Arbeit der AkdÄ. Sie befindet sich im Haus der
Bundesärztekammer in Berlin.
Die AkdÄ blickt auf eine lange Tradition zurück – eine
Vorgängerorganisation wurde bereits 1911 gegründet. Seit 1952
besteht sie in ihrer jetzigen Form als Fachausschuss der
Bundesärztekammer.
Aufgrund der häufig interessengeleiteten Informationsflut, der
sich Ärztinnen und Ärzte in Deutschland in ihrem Praxis- und
Klinikalltag gegenübersehen, legt die AkdÄ bei der Erarbeitung
ihrer Produkte größten Wert auf die Unabhängigkeit der
einbezogenen Mitglieder.

Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)

Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) regelt die Vergütungen für die beruflichen Leistungen der Ärzte, soweit nicht durch Bundesgesetz etwas anderes bestimmt ist.
Damit ist die GOÄ die Abrechnungsgrundlage beispielsweise für die privatärztlichen Leistungen und für die wahlärztlichen Leistungen. Häufig ergeben sich Probleme und Fragestellungen nach der „richtigen“ gebührenrechtlichen Beurteilung ärztlicher Leistungen.

Folgende Themen werden behandelt:
Aufbau der GOÄ, Gebührenrahmen/Faktoren/Begründungen, Abweichende Vereinbarung, Terminologie der Leistungslegenden, der Behandlungsfall, Auslagenersatz, Analoge Bewertungen, Beratungen und Untersuchungen, Allgemeines zur Abrechnung Labor, wichtige Gebührennummern.

Wir bieten Seminare für Ärztinnen und Ärzte und für Medizinische Fachangestellte an.

Kursliste

Grundlagen der Lungenfunktion – Lungenfunktion für Hausärzte

Lungenerkrankungen nehmen stetig zu. Im Mittelpunkt stehen dabei die obstruktiven Ventilationsstörungen Asthma und COPD, die durch eine Verminderung der Ausatmung charakterisiert sind.
In der Hektik des Praxisalltags treten dabei viele Fragen auf:

  • Handelt es sich um Artefakte oder doch um eine krankheitsbedingte Einschränkung?

  • Was leistet die Spirometrie?

  • Wann braucht es die große Lungenfunktion?

  • Kann ich Asthma und COPD differenzieren?

  • Wie macht man das noch mal mit der Einteilung der COPD nach GOLD?

  • Wann braucht mein Patient Sauerstoff?

  • Hilft die Pulsoximetrie?

In dem Seminar werden u.a. diese Fragen und viele andere mehr möglichst praxisnah erörtert.

Es wird genügend Raum für die Diskussion von Beispielen auch aus Ihrer Praxis vorhanden sein.

Ziel der Veranstaltung ist ein tieferes Verständnis der Lungenfunktion im Alltag, um die Früherkennung und Differentialdiagnose von Lungenerkrankungen zu verbessern.

Termin 21. September 2019, 10.00 – 14.00 Uhr in Düsseldorf.

Information und Anmeldung bei Frau Anja Cremer, Tel. (0211) 4302-2835 oder
anja.cremer@aekno.de

Kursliste

Kommunikation im medizinischen Alltag – Ein Leitfaden für die Praxis

Der Leitfaden „Kommunikation im medizinischen Alltag“ der Ärztekammer Nordrhein dient der Förderung der ärztlichen kommunikativen Kompetenzen.

Die Nordrheinische Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung hat Beispielvideos (Good practice Videos) von CoMed (Communication in Medical Education) der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf integriert und bietet diesen multimedialen Leitfaden unter folgender Adresse an:

kommunikation.akademienordrhein.info

Der multimediale Leitfaden passt sich allen Bildschirmgrößen an und kann so von allen internetfähigen Geräten aufgerufen werden.

Internet und Medizin

Auch und gerade im medizinischen Bereich hat die Nutzung des Internets zur Informationsgewinnung stark zugenommen. Bei gezielter Suche und Kenntnis sachgerechter Beurteilungskriterien gefundener Quellen können Ärztinnen und Ärzte wertvolle Informationen schnell finden und einsetzen. Doch wie findet man die „Nadel im Heuhaufen“ ohne unnötigen Zeitverlust ?

In unseren Kursen zur Einführung in die medizinische Suche und zur evidenzbasierten Internetrecherche lernen Sie die verschiedenen Informationsquellen kennen und bewerten. Sie erhalten Zugang zu einem auch später nutzbaren interaktiven Internetkurs und zum einzigartigen Suchtool mit Zugriff auf alle Arten medizinischer Informationsquellen unter einer einheitlichen Oberfläche.

Die Kurse werden jeweils Samstags im Kammergebiet Nordrhein angeboten und auch während unseres Norderney-Kongresses durchgeführt.

Verweis zu den Kursterminen

Strahlenschutz f. MFA

Die Nordrheinische Akademie bietet für Medizinische Fachangestellte den Kurs zum Erwerb der Kenntnisse im Strahlenschutz nach § 49 der Verordnung über den Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung der Strahlenschutzverordnung –StrlSchV sowie einen Aktualisierungskurs an.

Der Kurs zur Erlangung der Kenntnisbescheinigung gliedert sich in 3 Tage Theorie und 6 Tage Praktikum. Die Abschlussprüfung erfolgt an einem zusätzlichen Tag.

Die Praktikumsstätten werden von der Akademie zugeteilt. Die Zuteilung erfolgt nach Wohnort.

Nach absolviertem Kurs müssen Sie die Kenntnisbescheinigung bei der Ärztekammer Nordrhein beantragen. Wie das funktioniert, erfahren Sie hier:

Der Weg von der Prüfung zur Kenntnisbescheinigung

Vordruck für den Antrag zur Kenntnisbescheinigung

Aktualisierungskurs:

Der 8-stündige Aktualisierungskurs gliedert sich in 5 Anwesenheitsstunden (ein Nachmittag) und 3 Stunden mediengestützer Selbststudienteil.

Kurstermine : Klicken Sie bitte hier, um zur Terminliste zu gelangen.

Anmeldung:

Für die Anmeldung zum Kenntniskurs reichen Sie bitte zusammen mit dem ausgefüllten Anmeldeformular (s.u.) eine Kopie Ihres MFA/HelferInnen-Briefes ein.  Sofern Sie die Ausbildung im Kammerbereich Nordrhein abgeschlossen haben, reicht eine normale Kopie, wenn der Brief außerhalb unseres Kammergebietes ausgestellt wurde, benötigen wir bitte eine beglaubigte Kopie.

Hier finden Sie das Faxanmeldeformular für Strahlenschutzkurse für Medizinische Fachangestellte (MFA):

Faxanmeldeformular Strahlenschutz für MFA

Weitere Informationen: Frau Fabienne Bartusch, fabienne.bartusch@aekno.de, 0211/4302-2841

Strahlenschutz f. Ärzte

Wir bieten Ihnen eine Reihe an Fortbildungsveranstaltungen die als Bestandteil der Fachkunde im Strahlenschutz nach der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) gelten.

Die Strahlenschutzkurse werden nach den „Richtlinie Fachkunde und Kenntnisse im Strahlenschutz bei dem Betrieb von Röntgeneinrichtungen in der Medizin oder Zahnmedizin“ durchgeführt.

Sie gliedern sich in Grund- und Spezialkurse:

Inhalte Grundkurs mit integrierter Unterweisung:

  • Grundlagen der Strahlenphysik
  • Dosisbegriffe und Dosimetrie
  • Strahlenbiologische Grundlagen einschl. der Wirkung kleiner Dosen
  • Natürliche und zivilisatorische Strahlenexposition des Menschen
  • Grundlagen und Grundprinzipien des Strahlenschutzes
  • Strahlenschutz des Personals
  • Rechtsvorschriften, Richtlinien und Empfehlungen
  • Praktische Übungen und Demonstrationen

Inhalte Strahlenschutz Spezialkurs:

  • Röntgeneinrichtungen
  • Strahlenschutzeinrichtungen in der Röntgendiagnostik
  • Strahlenschutz des Patienten
  • Indikation zur Untersuchung mit Röntgenstrahlen
  • Spezialfragen bei der Röntgenuntersuchung von Kindern
  • Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle
  • Dokumentation und Bildwiedergabe
  • Organisation des Strahlenschutzes
  • Rechtsvorschriften, Richtlinien und Empfehlungen bzgl. der Anwendung von Röntgenstrahlen – Vertiefung
  • Praktische Übungen und Demonstrationen

An verschiedenen Standorten (Düsseldorf/Essen/Euskirchen) finden Sie Grund-, Spezial- sowie die Aktualisierungskurse.

Kurstermine : Klicken Sie bitte hier, um zur Kursliste zu gelangen.

Hier finden Sie die entsprechenden Faxanmeldeformulare für die ärztlichen Fortbildungen:

Faxanmeldeformular Strahlenschutz Grundkurs

Faxanmeldeformular Strahlenschutz Spezialkurs

Faxanmeldeformular Strahlenschutz Aktualisierungskurs

Faxanmeldeformular Strahlenschutz Computertomographie

Faxanmeldeformular Strahlenschutz Interventionsradiologie

Hygienebeauftragter Arzt

Im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes hat der Gesetzgeber rechtliche Grundlagen zur Verbesserung der Hygienesituation in medizinischen Einrichtungen geschaffen. Einzelheiten regeln die landesspezifischen Verordnungen über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (HygMedVO NRW).

In Einrichtungen für ambulantes Operieren (gem. §115b SGB V) muss ein Arzt eine Fortbildung zum Hygienebeauftragten absolviert haben.
Praxen, in denen invasive Eingriffe vorgenommen werden, müssen zumindest einen hygienebeauftragten Mitarbeiter (Arzt oder MFA) benennen.

Nähere Informationen zur Umsetzung der Hygienevorschriften für Arztpraxen finden Sie auch auf den Seiten der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein.

Unser Kurs zum Hygienebeauftragten Arzt für den ambulant operierenden Bereich ist ein integrierter Kurs mit Präsenz- und zwischengeschalteten Selbststudienteilen.
Für Mitarbeiter bieten wir einen integrierten Kurs für Medizinische Fachangestellte als Tageskurs mit Selbststudienanteilen.

Faxanmeldeformular Hygienebeauftragte(r) Ärztin/Arzt

Verweis zur Kursliste aller Hygienekurse

Eine Übersicht und Beschreibung aller Kurse im Bereich Hygiene finden Sie hier.

Antibiotic Stewardship (ABS)

 Curriculum „Antibiotic Stewardship (ABS)“

Rationale Antiinfektivastrategien im Krankenhaus

Modul 1 – Grundkurs zum ABS-beauftragten Arzt

Interessenten können sich bei Frau Theissen anmelden.

Neue Kurse in 2019!

Kurstermine

Mit ABS sind „Strategien zum rationalen Einsatz von Antiinfektiva“ gemeint, d.h. ein systematisches, nachhaltiges Bemühen um Verbesserung und Sicherstellung einer rationalen Praxis zur Antiinfektivaverordnung.
Die Bekämpfung der Antibiotikaresistenzen durch Antibiotic Stewardship (ABS) ist neben der Prävention nosokomialer Infektionen eines der Ziele der Deutschen Resistenzstrategie (DART) der Bundesregierung.
Es wird als wünschenswert angesehen, dass in kleineren Kliniken sowohl Ärzte mit der strukturierten curricularen Fortbildung „Krankenhaushygiene“ als auch dem Curriculum „Rationale Antiinfektivastrategien im Krankenhaus“ als Fachpersonal zur Verfügung stehen.

Das Curriculum der Bundesärztekammer definiert Rahmenbedingungen, Umfang und Inhalte der Fortbildung zum ABS-beauftragten Arzt (Modul I) und stellt für die in klinischen Einrichtungen tätigen Ärzte ein Angebot dar, um ihre vorhandenen Kenntnisse und Erfahrungen in rationaler Antiinfektivastrategie systematisch weiter zu vertiefen und aufzufrischen sowie eine hohe Fortbildungsqualität ohne Beeinflussung durch kommerzielle Interessen sicherzustellen.

Ziel, Aufbau und Durchführung des Curriculum

Modul 1 – ABS-beauftragter Arzt

Ziel: Die Teilnehmer sind als ABS-beauftragte Ärzte fortgebildet.
ABS-beauftragte Ärzte können in Analogie zum Hygienebeauftragten Arzt die Funktion eines abteilungsbezogenen Ansprechpartners wahrnehmen.
Die Befähigung zum ABS-beauftragten Arzt kann bereits im Rahmen der Weiterbildungszeit erworben werden.

Einstieg zum ABS-beauftragten Arzt: Die Teilnehmer absolvieren das Modul I des Curriculum und erwerben damit die Befähigung eines ABS-beauftragten Arztes.
Das Modul I braucht von Fachärzten für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie, Fachärzten für Hygiene und Umweltmedizin, Fachärzten mit der Zusatzbezeichnung Infektiologie und von Krankenhaushygienikern als Voraussetzung für die Teilnahme an weiteren Modulen nicht erworben werden.
Die Herausforderungen der antiinfektiven Therapie in der Pädiatrie erfordern eine Fortbildungsmaßnahme mit spezifischen pädiatrischen Belangen.

Weitere Module – ABS-Experte (fakultativ)

Über das Modul I zum ABS-beauftragten Arzt hinaus, bieten u.a. wissenschaftliche Fachgesellschaften noch aufbauende Module inkl. Praktikum zum ABS-Experten an.
Voraussetzung zur Teilnahme ist eine abgeschlossene Weiterbildung zum Facharzt.

Die Durchführung der Kurse zum ABS-Curriculum Rationale Antiinfektivastrategien im Krankenhaus bedarf der Anerkennung durch die zuständige Landesärztekammer.

Lernziel und Inhalte

Modul 1 – Grundkurs (40 Stunden)

Lernziel: Nach erfolgreicher Ableistung des Modul I (ABS-Beauftragter) verfügt der Teilnehmer über folgende Kenntnisse/Befähigungen zur Behandlung von Kindern/Erwachsenen:

  • Kenntnisse zu Antiinfektiva: Spektrum, Pharmakokinetik, Wechselwirkungen, UEW
  • Grundlagen der medizinischen Mikrobiologie, der Diagnostik, und der antimikrobiellen Resistenztestung
  • Kenntnis und Implementierung einschlägiger Antibiotika-Therapieleitlinien
  • Beteiligung und Unterstützung von Kommunikationsstrukturen zu Antiinfektiva (u.a. Durchführung von Schulungen)
  • Kenntnisse und Befähigung zu Anwendungen beim Infektionsmanagement

Inhalte 40 h

Antiinfektiva – Grundlagen und Klassen
Antiinfektiva – Pharmakokinetik und -dynamik
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen, -wechselwirkungen und Inkompatibilitäten
Darreichungsform und -wege von Antiinfektiva (Bioverfügbarkeit, PK-PDModelle, TDM, Dosisindividualisierung)
Grundlagen der mikrobiologischen Diagnostik: Präanalytik
Spezielle mikrobiologische Diagnostik: Methoden
Grundlagen der Resistenztestung
Praxis der Resistenztestung – mit Übungen zur Anwendung von klinischen Grenzwerten und Interpretation, Antibiogramme, Praxisorientierte Bearbeitung klinischer Fallbeispiele
Infektions- und Resistenzepidemiologie
Klinische Symptomatologie und Behandlungsergebnisse
Entzündungsparameter und Biomarker
Infektionsmanagement
Management und Implementierung von Leitlinien
Patientensicherheit
Unabhängigkeit und Interessenkonflikte

Dauer und Gliederung des Gesamtcurriculums

Curriculum „Antibiotic Stewardship (ABS)“ 160 h

Modul I Grundkurs zum ABS-Beauftragten („Basics“) 40 h
Aufbaukurse zum ABS-Experten
Modul II „Fellow“ 40 h
Modul III „Advanced“ 40 h
Modul IV Praktikum, Hausarbeit 40 h
Modul V „Expert“ 40 h

h = UE = 45 Min.

Interessenten können sich bei Frau Theissen anmelden.

Kurstermine