Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft

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Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ)
ist ein wissenschaftlicher Fachausschuss der Bundesärztekammer
(BÄK).
40 ordentliche und ca. 140 außerordentliche ehrenamtlich
arbeitende Mitglieder aus allen Bereichen der Medizin bilden die
Kommission. Mitglieder aus Pharmazie, Pharmakoökonomie,
Biometrie und Medizinrecht ergänzen die medizinische Expertise.
Aus den Reihen der ordentlichen Mitglieder wird ein fünfköpfiger
Vorstand gewählt.
Die Geschäftsstelle mit derzeit 18 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern setzt die Beschlüsse des Vorstandes um und
koordiniert die Arbeit der AkdÄ. Sie befindet sich im Haus der
Bundesärztekammer in Berlin.
Die AkdÄ blickt auf eine lange Tradition zurück – eine
Vorgängerorganisation wurde bereits 1911 gegründet. Seit 1952
besteht sie in ihrer jetzigen Form als Fachausschuss der
Bundesärztekammer.
Aufgrund der häufig interessengeleiteten Informationsflut, der
sich Ärztinnen und Ärzte in Deutschland in ihrem Praxis- und
Klinikalltag gegenübersehen, legt die AkdÄ bei der Erarbeitung
ihrer Produkte größten Wert auf die Unabhängigkeit der
einbezogenen Mitglieder.

Balintgruppen

Ziel der Balintgruppenarbeit ist das Erkennen und Verändern von Problemen in der Beziehung zwischen Arzt und Patient.
In unseren Balintgruppen treffen sich Ärztinnen und Ärzte, um regelmäßig über Problempatienten aus der Praxis und Klinik zu diskutieren.
Im Curriculum Psychosomatische Grundversorgung sind 30 Std. kontinuierliche Balintgruppenarbeit vorgesehen.

Verweis zur Kursliste

Peer Review

Um was geht es?

Das Peer Review-Verfahren ist eine Form externer Evaluierung mit dem Ziel, die Intensivstationen im Qualitätsmanagement zu unterstützen.
Ein Peer Review wird von einer Gruppe externer Experten, sogenannter „Peers“, durchgeführt. Sie werden eingeladen, um die Qualität der medizinischen Leistungen der intensivmedizinischen Bereiche zu beurteilen.
Peers kommen zwar „von außen“, arbeiten aber im gleichen Umfeld und verfügen über fachspezifische Expertise in den zu evaluierenden Bereichen. Sie sind dank Fachlichkeit und Berufserfahrung unabhängig und denjenigen Kollegen gleichgestellt (auf gleicher „Augenhöhe“), deren Bereich evaluiert wird.

Im Fokus dieses Verfahrens liegt der kollegiale Dialog mit einem beratenden Charakter.

Die Ärztekammer Nordrhein stellt mit dem Peer Review Verfahren in der Intensivmedizin ein sinnvolles und akzeptiertes Instrument zur Qualitätssicherung bereit, um langfristig die Versorgungsqualität zu verbessern.

Ziel ist es, möglichst viele intensivmedizinische Bereiche in das Verfahren zu integrieren, um eine breite Anerkennung sowie eine flächendeckende Umsetzung zu erreichen.

Der Kurs vermittelt die theoretischen Grundlagen und bietet die Möglichkeit, das Peer Review Verfahren von beiden Seiten kennenzulernen: aus der Sicht des Peers und der evaluierten Bereiche. Zusätzlich werden Sie befähigt, selbst als Peer tätig zu werden.

 Für wen ist dieser Kurs geeignet?

Der interdisziplinäre und interprofessionelle Kurs richtet sich an:

  • Verantwortliche ärztliche Leitungen aus intensivmedizinischen Bereichen
  • Leitende Fachpflegekräfte für Intensivmedizin mit langjähriger klinischer Erfahrung

Welches Wissen vermittelt dieser Kurs?

Der Kurs orientiert sich an dem Curriculum „Ärztliches Peer

Review“ der Bundesärztekammer und vermittelt die Grundprinzipien

und Erfolgsfaktoren qualitativ hochwertiger Peer Review-Verfahren.

Zum einen lernen Sie das interdisziplinäre Verfahren in mehreren Qualifizierungsmodulen in der Theorie kennen:

  • Peer Review im Kontext von Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement und Evaluation
  • Aufgaben und Rolle/Haltung des Peers
  • Datenerhebung, -interpretation und -bewertung
  • Design und Planung eines Peer Reviews
  • Feedback und Berichte
  • Personale Kompetenzen (Selbstmanagement und Sozialkompetenz, Lösungsorientierte Gesprächsführung, Umgang mit Konflikten, Kritik und Widerstand)

Zum anderen erhalten Sie die Möglichkeit, die praktische Umsetzung interaktiv mit Simulation von Gesprächssituationen (Einstiegsgespräch, Kollegialer Dialog) einzuüben.

 Wie wird dieses Wissen vermittelt?

Der Gesamtumfang der Lehrveranstaltung beträgt 16 Unterrichts-einheiten à 45 Minuten. Davon werden 4 Unterrichtseinheiten in Form des Selbststudiums (Online-Lernplattform) vor der Präsenzveranstaltung absolviert.

Die Erlangung der Gesamtqualifikation als Peer zur selbstständigen Durchführung von Peer Reviews erfordert die zusätzliche Teilnahme an zwei Lehr-Peer Reviews. Diese werden über die Ärztekammer Nordrhein organisiert. Es fallen keine weiteren Kosten für die TeilnehmerInnen an.

Welche Grundlagen sind zur Teilnahme erforderlich?

Im vorbereitenden Online-Selbststudium werden Grundkenntnisse vermittelt, auf denen die Präsenzveranstaltung aufbaut.

Kurstermine

Update Leitlinien


„Update Leitlinien – Umsetzung in Klinik und Praxis”
Ärztekammern und Fachgesellschaft in Nordrhein-Westfalen sehen Diskussionsbedarf beim Thema Leitlinien

Wachsende Qualitätsanforderungen in der Medizin stellen für Ärztinnen und Ärzte in der Patientenversorgung eine große Herausforderung dar. Durch neue klinische und wissenschaftliche Erkenntnisse unterliegen die Grundpfeiler ärztlicher Tätigkeit einer rasanten Entwicklung. Die Fachgesellschaften der Inneren Medizin tragen diesem hohen Qualitätsanspruch Rechnung, indem sie fortlaufend Leitlinien erstellen, aktualisieren und publizieren. Das sind gute Rahmenbedingungen, dennoch können Ärzte in ihrem Berufsalltag zunehmend schwieriger die sich teilweise schnell ändernden Leitlinien aufnehmen und umsetzen. So zeigen neueste Untersuchungen, dass nur ein geringer Anteil der Ärzteschaft aktuelle Leitlinien überhaupt kennt oder anwendet.  Dies liegt sicherlich unter anderem daran, dass Leitlinien aufgrund komplexer Zusammenhänge im Regelfall sehr umfangreiche Werke sind. Meist fehlt im klinischen Alltag die Zeit, die Entwicklung und Modifizierungen der Leitlinien mit entsprechender Aufmerksamkeit zu verfolgen. Zudem werden Leitlinien häufig von einem akademischen Standpunkt aus konzipiert und verfasst, sodass der Nutzen für die Praxis erst nach aufwendiger Lektüre zu ziehen ist.

Besonders problematisch scheint zu sein, dass sich trotz methodischer Äquivalenz unterschiedliche Kredibilitätsebenen etablieren. Nationale Versorgungsleitlinien stehen den Leitlinien von Fachgesellschaften gegenüber, daraus resultieren fundamentale Verständnis- und Auffassungsunterschiede mit Konsequenzen für die Umsetzung in der Praxis. Hier besteht ein eklatanter Klärungsbedarf, wenn das Ziel über Wissensstandards zu einer Qualitätsverbesserung in der klinischen Medizin zu kommen, auch zukünftig erreicht werden soll.

Die Akademien für ärztliche Fort- und Weiterbildung der Ärztekammern Nordrhein (ÄKNO) und Westfalen-Lippe (ÄKWL) sowie die Rheinisch-Westfälische Gesellschaft für Innere Medizin (RWGIM) sehen gemeinsam die Notwendigkeit, diese Problematik aufzugreifen. Mit Beginn des Jahres 2014 wird rotierend an den Standorten Düsseldorf und Dortmund oder Münster die  Fortbildungsreihe „Update Leitlinien – Umsetzung in Klinik und Praxis“ angeboten. Geplant sind jährlich bis zu vier Veranstaltungen zu Diagnostik, Therapiealgorithmen, Evidenzlevel und Versorgungsrelevanz internistischer Krankheitsbilder. Den Auftakt 2014 bilden die  Themen Herzinsuffizienz, Diabetes mellitus und Kolorektales Karzinom.

Ziel der Verantwortlichen von ÄKNO, ÄKWL und RWGIM ist es, die Diskussion mit der niedergelassenen und klinisch tätigen Ärzteschaft zu fördern. Die Umsetzung der  praxisrelevanten Behandlung, die an Leitlinien orientiert ist, soll in Nordrhein-Westfalen unter Einbezug aller ärztlichen Disziplinen vorangebracht werden.

Wissenschaftliche und organisatorische Leitung:

Prof. Dr. med. Reinhard Griebenow (Düsseldorf)
Prof. Dr. med. Thomas Frieling (Krefeld)
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe (Bad Oeynhausen)

Veranstaltungen zum Jahr der Demenz

Medizinische Versorgung von Menschen mit Demenzerkrankungen
Eine Veranstaltungsreihe für Ärztinnen und Ärzte, Medizinische Fachangestellte, Praxisteams

Mit steigendem Bevölkerungsanteil älterer Mitmenschen steigt auch die Anzahl zu behandelnder Demenzerkrankungen in den Haus- und Facharztpraxen.
Entsprechend qualifizierte Medizinische Fachangestellte (MFA) können Ärztinnen und Ärzte bei der meist längerfristig notwendigen Behandlung entlasten, Hinweise zur Betreuung betroffener Menschen geben und Hilfestellung für deren Angehörige bieten. Unsere Veranstaltungen vermittelten das hierzu notwendige Grundwissen über die Erkrankung und gaben insbesondere auch Empfehlungen zu einer situationsgerechten Kommunikation.
Die Erfahrung zeigt, dass sich die Lebensqualität betroffener Menschen in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Erstdiagnose bei möglichst frühzeitiger Einleitung therapeutischer Maßnahmen meist noch über einen längeren Zeitraum erhalten lässt. Besonders wichtig erscheint hierbei die Unterscheidung zwischen einem normalen Alterungsprozesses der Denk- und Merkfähigkeit und einer beginnenden Demenz. Zu diesem Punkt werden verschiedene Testverfahren und deren Anwendungsmöglichkeiten vorgestellt.
Für eine qualitativ hochwertige Versorgung ist besonders die Vernetzung von medizinischen, pflegerischen und weitergehenden Therapie- und Betreuungsangeboten ausschlaggebend.
Die jeweiligen regionalen Ansprechpartner der Landesinitiative Demenz-Service NRW waren deshalb in die Gestaltung der Fortbildung eingebunden und stellten sich und ihre Angebote vor.

Weitere Informationen auf der Seite der Demenz-Servicezentren in Nordrhein-Westfalen
Die regionalen Demenz-Servicezentren bieten in ihrem Internetangebot auch Informationsmaterial und Vorträge zum Herunterladen an.
Neu im Angebot ist eine Broschüre „Menschen mit Demenz in der Arztpraxis“ als Arbeitshilfe für medizinische Fachangestellte mit grundlegenden Informationen zum Krankheitsbild, Hilfen zum Umgang mit Menschen mit Demenz und Adressen von wichtigen Beratungsstellen.

 

Tabakentwöhnung

Ziel dieser neuen Qualifikationsmaßnahme zur Tabakentwöhnung ist es, Ärzten Kenntnisse für eine erfolgreiche Ansprache, Motivierung und Therapie ihrer rauchenden Patienten zu vermitteln und praktische Hilfestellung bei der Einführung von Raucherberatungen und Entwöhnungsbehandlungen in der ärztlichen Praxis oder Klinik zu bieten. Der Kurs besteht aus einem Selbststudienteil und zwei Präsenzveranstaltungen.

Kurzfassung des Curriculums

Kurstermine

Gendiagnostische Beratung (fachgebunden)

Ab dem 1. Februar 2012 dürfen enstprechend dem Gendiagnostikgesetz genetische Beratungen nur durch entsprechend qualifizierte Ärztinnen und Ärzte vorgenommen werden.
Da das Gesetz alle genetischen Fragestellungen einschließlich vorgeburtlicher Risikoabschätzungen mit einschließt, werden die Indikationen für genetische Beratungen in erheblichem Umfang erweitert.

Alle Informationen hierzu und zum Ablauf der Übergangsbestimmungen zum 10. Juli 2016 erhalten Sie auf unserer Sonderseite unter www.akademienordrhein.org